Byzantinisches Räuchergefäß
Beschreibung
Byzantinische halbkugelige Bronzeschale mit Dreikettengehänge und zugehörigem Bronzehaken.
Alter: ca. 6.-8. Jh. n. Chr.
Größe: Länge ca. 46,5 cm und Schalendurchmesser ca. 9,9 cm
Zustand: Sehr guter Erhaltungszustand
Das Objekt besteht aus einer halbkugeligen Bronzeschale mit abgestuftem Ringfuß, deren Außenwand durch mehrere feine, umlaufende Linienbänder gegliedert ist. Am Rand sitzen drei Ösen, an denen ein Dreikettengehänge befestigt ist; die drei Stege werden oben in einem gemeinsamen Ring zusammengeführt. Zugehörig ist ein kräftiger Bronzehaken. Die Innenfläche der Schale zeigt eine matte, erdige Oberfläche.
Byzantinische Räuchergefäße wurden in der Liturgie, meist von Diakonen, geschwenkt, um auf glühenden Kohlen verbrannten Weihrauch zu verströmen. Beim Umzug um Altar, Evangelienbuch und Eucharistiegefäße erzeugten die Ketten und Anhängungen ein changierendes Licht- und Schattenspiel im Zusammenspiel von Rauch und Kerzenlicht. Neben doppelwandigen und gelochten Typen sind im 6.–7. Jahrhundert auch offene Schalenformen wie dieses Stück belegt.
Patina in dunkelbraunen bis schwarzen Tönen, mit einzelnen grünlichen Bereichen. Kleinere Randbestoßungen und Gebrauchsspuren; eine ältere Wandungsverletzung. Das Gehänge ist vollständig und tragfähig. Auf der Unterseite ist eine neuzeitliche Gravur zu finden.
Vergleiche: Offene byzantinische Hänge-Räuchergefäße 6. Jh. in großen Sammlungen (u. a. Metropolitan Museum of Art, Dumbarton Oaks, British Museum); Formkreis mit halbkugeliger Schale, Dreikettengehänge, Ringfuß.
Herkunft: Aus einer altdeutschen Antikensammlung, ehemals Privatbesitz aus Hessen, gesammelt in den 1990er Jahren und früher. Erworben auf dem deutschen Kunstmarkt A.W. Ex-Sammlung Liebig aus Mainz.
Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.
Schutz von Kulturgütern: Alle von uns angebotenen Artefakte entstammen renommierten Sammlungen und wurden auf Kunstauktionen sowie aus Nachlässen erworben.
