Neolithikum Ertebølle-Kultur Konvolut II

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Beschreibung

Auflösung Steinzeit Sammlung


Zum Verkauf steht ein wunderschönes, neolithisches Konvolut aus der Jungsteinzeit aus Dänemark und Norddeutschland.


Alter: ca. 5300 v. Chr. und 4100 v. Chr.
Größe: Länge zwischen 20,5 cm und 5,2 cm

Zustand/Form: sehr gut bis gut erhalten (siehe Bilder) - schöne Qualität mit toller Patina und filigranen Bearbeitungen aus Flintmaterial.

Im Konvolut befinden sich ein langes abgerundetes Beil? oder Klangstein?, mehrere bifiaziale Klingenschaber, ein Silexbohrer, ein flacher Schleifstein, sowie zwei kleinere Bohrköpfe/steine, kleinere Silexkratzer und Beilklingen ua. Fragmente.

Die Artefakte weisen rundum witterungsbedingte Ablagerungen und antike Gebrauchsspuren auf.


Die Ertebølle-Kultur war eine prähistorische Kultur, die in Nordeuropa während des späten Mesolithikums (ca. 5400 bis 3950 v. Chr.) existierte. Diese Kultur, benannt nach dem Fundort Ertebølle in Dänemark, hatte eine bedeutende Präsenz in Regionen, die heute Dänemark, Norddeutschland, Schweden und Norwegen umfassen.

Hier sind einige charakteristische Merkmale der Ertebølle-Kultur:

Lebensweise und Ernährung:

Die Menschen der Ertebølle-Kultur waren Jäger, Sammler und Fischer. Ihr Leben war stark von den Küsten und Gewässern geprägt. Sie lebten in saisonalen Siedlungen in der Nähe von Meeresküsten, Seen und Flüssen. Die Hauptquelle ihres Lebensunterhalts war der Fischfang, insbesondere von Fischarten wie Lachs, Stör und Aal. Sie verwendeten Netze, Fallen und Speere, um ihre Beute zu fangen. Zusätzlich sammelten sie Muscheln, Schalentiere und Pflanzen aus der Umgebung.
Werkzeuge und Technologie:

Die Werkzeuge der Ertebølle-Kultur waren hauptsächlich aus Stein und Knochen gefertigt. Sie stellten Harpunen, Angelhaken, Schaber und Messer aus Knochen her und verwendeten Feuerstein für die Herstellung von Schneidewerkzeugen. Diese Werkzeuge waren in der Regel sehr gut gefertigt und zeugen von einer ausgeprägten handwerklichen Fähigkeit.

Keramik:

Die Ertebølle-Kultur war bekannt für ihre Keramikproduktion, die sich von anderen mesolithischen Kulturen abhob. Ihre Keramik war oft mit auffälligen Mustern verziert und wurde hauptsächlich zur Lagerung von Nahrungsmitteln und anderen Gütern verwendet. Dies deutet auf eine gewisse soziale Komplexität und eine stabile Lebensweise hin.

Soziale Organisation:

Die genaue soziale Struktur der Ertebølle-Gesellschaft ist schwer zu rekonstruieren, da es wenig direkte Hinweise gibt. Es wird jedoch angenommen, dass sie in kleinen, familiären Gruppen lebten und in enger Beziehung zur Umwelt standen. Der soziale Zusammenhalt wurde wahrscheinlich durch das Teilen von Ressourcen und die Zusammenarbeit bei der Fischerei und Jagd aufrechterhalten.

Das Ende der Ertebølle-Kultur:

Die Ertebølle-Kultur endete um 3950 v. Chr. mit dem Übergang zur Trichterbecherkultur, einer neolithischen Kultur, die sich durch den Einsatz von Ackerbau und Viehzucht auszeichnete. Dieser Wandel markierte einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft in Nordeuropa.
Die Ertebølle-Kultur hinterließ wichtige archäologische Spuren, die unser Verständnis der prähistorischen Lebensweise in Nordeuropa bereichern. Ihre Anpassungsfähigkeit an die Küstenumgebung und ihre Fähigkeit, Ressourcen nachhaltig zu nutzen, sind bemerkenswerte Aspekte dieser faszinierenden Kultur.




Herkunft:

Aus einer über 50 jährigen Antikensammlung.
Sammlung eines Dr. aus dem Raum Berlin.
FO: Dänemark und Norddeutschland, weitere Details sind bekannt.



Schutz von Kulturgütern:

Alle, von uns angebotenen Artefakte stammen aus einer Privat-Altsammlung,
Der Erwerb und die Ausfuhr der Artefakte unterlag damals keinen rechtlichen Bestimmungen.
Dies gilt auch für Funde aus den dt. Bundesländern - wo der Verkauf auch heute noch legal ist.

Der Besitz ist somit legal – es werden alle gesetzlichen Bestimmungen eingehalten.