Römische Bronzefigur der Isis
Beschreibung
Bronzefigur der Isis, präsentiert auf einem antiken Sockel mit eingezogenen Seiten.
Material: Bronze
Alter: 2. - 3. Jh. n. Chr. (Römische Kaiserzeit)
Größe: Gesamthöhe mit Stand 12,3 cm und Höhe der Figur 9,1 cm.
Zustand: Sehr guter Erhaltungszustand
Die vollplastisch gearbeitete Bronzefigur zeigt eine weibliche Gottheit in schreitender Haltung auf einem separat gefertigten, antiken Sockel mit eingezogenen Seiten. Der Körper ist leicht nach vorne geneigt, das Gewicht auf das vorgestellte Bein verlagert. Die Bewegung wird durch das lange, eng anliegende Gewand betont, dessen unterer Saum und Faltenführung dynamisch nach hinten ausschwingen. Das Obergewand ist gegürtet und liegt in weichen, fließenden Falten an.
Der Kopf ist leicht erhoben, das Gesicht mit klar modellierten Augen und einer sorgfältig ausgeführten Mundpartie versehen. Am Hinterkopf haben sich Reste eines aufgespannten Schleiers (Velum) erhalten, der in geschwungener Form nach hinten geführt ist. Die Arme sind angewinkelt; Details der Hände sind nur noch teilweise erhalten.
Der Sockel ist innen hohl gearbeitet, profiliert und weist eine eingezogene Mittelzone auf. Die Bronzefigur wurde in der Neuzeit auf diesem antiken Sockel montiert.
Die Darstellung lässt sich aufgrund der Gewandung, der schreitenden Haltung sowie der erhaltenen Schleierreste mit der Göttin Isis identifizieren. Solche bewegten Isis-Figuren sind charakteristisch für die römische Kaiserzeit, in der der Isis-Kult im gesamten Mittelmeerraum verbreitet war. Die dynamische Körperhaltung mit wehender Gewandung steht in einer ikonographischen Tradition, die ägyptische Elemente mit römisch-hellenistischen Formvorstellungen verbindet.
Provenienz: Ehemals Sammlung D., Wien; erworben über den Wiener Kunsthandel bei Dorotheum in den 1970er–1980er Jahren. Erworben auf dem deutschen Kunstmarkt G.M.
Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.
Schutz von Kulturgütern: Alle von uns angebotenen Artefakte entstammen renommierten Sammlungen und wurden auf Kunstauktionen sowie aus Nachlässen erworben.
